Kooperative Realschule plus

In der Kooperativen Realschule werden die Jugendlichen nach der gemeinsamen Orientierungsstufe in abschlussbezogenen Klassen unterrichtet. Dabei achten die Lehrkräfte in jedem Schuljahr darauf, ob nicht Schülerinnen und Schüler in den Bildungsgang, der zum Abschluss der Sekundarstufe I führt, wechseln können.

In der Orientierungsstufe wird in der  Realschule plus nach der gleichen Stundentafel wie im Gymnasium  unterrichtet. Dies stärkt die Durchlässigkeit zwischen den Schularten und damit die Aufstiegsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler. Neue Perspektiven bieten sich mit der Einführung der neuen Schulart auch denjenigen, die die Schule bislang ohne einen Abschluss verlassen mussten. Um die Zahl der Schulabbrecherinnen und Schulabbrecher weiter zu senken, bieten Realschulen plus neue Maßnahmen wie berufsvorbereitende Projekte, den Ausbau des Wahlpflichtbereiches sowie einige von ihnen das Modellprojekt „Keine(r) ohne Abschluss“ an.

Mehr individuelle Förderung

 Kleinere Klassen

An allen Realschulen plus wird die Zahl der Schülerinnen und Schüler in der Orientierungsstufe (Klassen 5 und 6) von bisher 30 auf 25 Schülerinnen und Schüler pro Klasse gesenkt.  Die Lehrkräfte können so in ihren Klassen sowohl auf lernstärkere als auch auf lernschwächere Jugendlichen und deren individuelle Bedürfnisse eingehen.

Bessere Zuweisung an Lehrerstunden

Die neue Realschule plus erhält gegenüber der bisherigen Realschule deutlich mehr Lehrerstunden zugewiesen. Dies schließt sowohl den Pflichtstundenbereich als auch Förder-maßnahmen mit ein. Darüber hinaus können die Schulen zusätzliche Stunden beantragen, um eigene Förderkonzepte umzusetzen. Dafür stehen insgesamt  6.000  Lehrkräfte-Wochenstunden auf Dauer zur Verfügung. Die zusätzichen Stunden bieten die Möglichkeit, vor allem Schülerinnen und Schüler mit Leistungsrückständen  zu unterstützen. Ebenso können Jugendliche mit besonderen Begabungen oder Schülerinnen und Schüler, die ihren Bildungsgang wechseln, gefördert werden.
Für die Sprachförderung, insbesondere von Kindern mit Migrationshintergrund, steht darüber hinaus ein Kontingent von 3.500 Stunden zur Verfügung.

 

Kooperationspartner außerhalb der Schule  

Die Zusammenarbeit mit Fachkräften aus der beruflichen Praxis gehört für viele der Vorgängerschulen der Realschule plus seit langem zum Schulalltag. Diese systematische Berufsbezogenheit soll nun auch an der Realschule plus kontinuierlich und intensiviert fortgeführt werden – sei es im Hinblick auf den Berufseinstieg oder auf eine weitere schulische Laufbahn. Eine zentrale Rolle spielt hierbei die Kooperation zwischen Schulen und örtlichen Betrieben, Behörden sowie freien Berufen. Über die bewährten Inhalte aus den Vorgängerschulen hinaus – wie der „Praxistag“ oder das Fach „Praxis in der Schule“ – bietet die neue Schulart ein weiteres Plus: Der Wahlpflichtbereich wird ausbaut und dessen Beginn auf die Klassenstufe sechs vorgezogen.

Wahlpflichtbereich

Der Wahlpflichtbereich gliedert sich in die Fächer Technik und Naturwissenschaften, Hauswirtschaft und Sozialwesen sowie Wirtschaft und Verwaltung. Alternativ kann ab der sechsten Klasse  Französisch als zweite Fremdsprache gewählt werden. Das Orientierungsangebot in Klassenstufe sechs, das einen  Einblick in die Schwerpunkte, Arbeitsweisen und Inhalte der drei Fächer bietet, hilft den Schülerinnen und Schülern, sich für einen Lernbereich zu entscheiden.

Unterrichtsprinzip ist dabei, zusammen mit den jeweiligen Fachinhalten Kompetenzen in den Bereichen Berufsorientierung, Ökonomische und Informatische Bildung zu vermitteln. Darüber hinaus haben die Schulen den Freiraum, in den Klassenstufen sieben bis zehn eigene Angebote zu gestalten, die sich an den individuellen Interessen, der Lernsituation und der gezielten Förderung der Jugendlichen orientieren. Dazu können schuleigene Angebote aus dem Sportbereich, aber auch Fächer wie Darstellendes Spiel oder Textverarbeitung gehören.

An allen Realschulen plus gibt es einen neuen Wahlpflichtbereich, dessen Schwerpunkte die neuen Fächer Wirtschaft und Verwaltung, Hauswirtschaft und Sozialwesen, Technik und Naturwissenschaft sowie daneben das Fach Französisch sind.

In einem Orientierungsangebot in der Klassenstufe 6 erhalten alle Schülerinnen und Schüler, die nicht das Fach Französisch gewählt haben, einen ersten Einblick in die Schwerpunkte, Arbeitsweisen und fachlichen Inhalte der neuen Fächer.  Anhand ausgewählter Projekte und Lerninhalte sollen sie in die Lage versetzt werden, sich auf der Grundlage ihrer Interessen, Neigungen und Stärken für eines der drei Fächer entscheiden zu können. Das ausgewählte Fach wird ab der Klassenstufe 7 bis zur Klassenstufe 10 mindestens zweistündig je Schuljahr angeboten.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit Französisch zu wählen. Französisch wird durchgängig angeboten, um die Anschlussmöglichkeiten zu anderen Bildungswegen zu gewährleisten.

Unterrichtsprinzipien

Neben den fachlichen Inhalten werden in den neuen Fächern sowie in Französisch grundlegende Kompetenzen in Informatischer Bildung, Ökonomischer Bildung und Berufsorientierung als Unterrichtsprinzipien vermittelt. Sie sind als Grundlage für die unterrichtliche Arbeit und weitere Qualifizierung aller Schülerinnen und Schüler hilfreich und notwendig.

Schulen haben die Möglichkeit, ihr Angebot im Wahlpflichtbereich flexibel zu ergänzen. Zur Bildung schuleigener Profile oder Schwerpunkte können beispielsweise Fächer wie Sport, Informationstechnologie oder Darstellendes Spiel gewählt werden.

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur

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